nachhaltigkeit

 

Nachhaltigkeit, lateinisch “perpetuitās”, ist das Beständige und Unablässige wie auch das ununterbrochen Fortlaufende, das Wirksame und Nachdrückliche oder einfach der Erfolg bzw. die Wirksamkeit einer Sache. Zitiert aus wikepedia (de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeit)

 

Was macht eine langfristige, nachhaltige und erfolgreiche Zusammenarbeit aus?
11 Geschäftspartner fragen – Antworten von Ulrich Kaiser

 

1. Auf welchem Grundgedanken basiert Ihre Arbeit?

„Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ Dieser Grundsatz, der als Goldene Regel aus der angewandten Ethik stammt, ist einer der ältesten überlieferten Regelbeispiele (Toragebot der Nächstenliebe) überhaupt. Insofern hilft diese Regel in jeder Lebenssituation aufmerksam und achtsam mit anstehenden Entscheidungen umzugehen. Zusätzlich hilft er die Fairness zu wahren, indem man gleichwertige Interessen und die Wünsche Anderer mit den eigenen abgleicht und gegeneinander abwägt. Durch das Sichhineinversetzen in die Lage von Betroffenen wird der Grundsatz zum Kriterium für moralisches Handeln und aktiviert so zugleich die Kraft der Selbstkorrektur. Aufbauend auf diesem Leitgedanken habe ich als Mitinitiator auch www.fairplay-im-business.de ins Leben gerufen.

 

2. Welche Werte sind die Basis bei der Zusammenarbeit mit Ihnen?

Toleranz, Respekt, Teamgeist und Vertrauen sind meine Grundprinzipien im täglichen Umgang mit Geschäftspartnern. Etwaige Probleme werden offen besprochen und gemeinsam Lösungen erarbeitet. So wie ich meine Partner war nehme möchte ich als verantwortungsbewusster und zuverlässiger Partner angenommen werden.

 

3. Welche Rolle spielt Geld bei Ihrer Arbeit und damit in Ihrem Leben?

Geld ist kein Gott – Geld ist Lebensmittel. Geld ist der Gegenwert zu geleisteter Arbeit, die entsprechende Wertschätzung verdient. Geld dient der Erhaltung meiner Lebensgrundlage bzw. ist ein Tauschmittel, das immer in einem gesunden Verhältnis zur Arbeit (Leistung) steht. Geld möchte ich dabei vor allem mit Freude und Herzblut verdienen. Es dient der Erfüllung meiner individuellen (Herzens)wünsche, die sicherlich über die momentanen Ziele unserer monetären Gesellschaft hinweggehen. Ziel ist für mich deshalb, im Kontakt zum sinnlichen Bezug zu Geld zu bleiben, entgegen dem momentanen Ideal der ungebremsten Risikobereit schaft. Der eigene Geldstil soll dabei auch meinem direkten Umfeld dienen und mich nicht einsam und emotional arm machen. Arbeit bedeutet für mich, möglichst viel Freude am Leben mit möglichst werteorientierten Partnern zu haben. Ähnliches Denken und Handeln macht den Arbeitsalltag und den Umgang miteinander angenehm und einfach, denn so bleibt mehr Zeit für Freiraum zur Umsetzung von kreativen Konzepten bzw. der Umsetzung der eigenen als auch der gemeinsam gesteckten Ziele. Nachhaltiges wirtschaften bringt Gewinnstreben und ethische Ansprüche ausbalanciert in Einklang.

 

4. Welche Werte im Detail ermöglichen eine vertrauensvolle und langfristige Zusammenarbeit mit Ihnen?

Um über lange Zeit den Weg miteinander gehen zu können und gemeinsam Erfolg zu haben, arbeite ich nach folgenden Prinzipien:
- Kontinuierliche Kundenbeziehung und Beratung, immer im Sinne des Kunden
- Gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung, Unterstützung und Offenheit im Umgang miteinander
- gemeinsame Kreativität zulassen und weiter ausbauen, um neue Lösungen zuzulassen
- Fairness im Umgang bzw. Erarbeitung konstruktiver Lösungen in Konfliktsituationen
- Termingerechte Leistung und pünktliche Bezahlung
- Prinzipien des zukunftssicheren und umweltschonenden Wirtschaftens folgen
- Vermeidung von Verschwendung und Nachhaltigkeit in allen Bereichen

 

5. Wie sehen Ihre persönlichen Vorstellungen zum Thema Nachhaltigkeit aus?

Ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit haben für mich oberste Priorität. Nachhaltigkeit ist für mich kein Lippenbekenntnis oder Trend, sondern wird von mir immer mehr gelebt. Nachhaltigkeit sehe ich als permanenten Prozess.
I) Gesetzestreues Verhalten: Die Einhaltung von Rechten und Gesetzen ist für mich selbstverständlich.
II) Gleichheitsgrundsatz: Ich arbeite für und mit Menschen unterschiedlichster Bildungsniveaus, Berufe und Herkunft zusammen. Gerade diese Vielfalt sorgt für Kreativität und neue Ideen. Ich sehe darin eine Bereicherung und die Basis für nachhaltigen Erfolg. Dies bedeutet, dass jeder meiner Projektpartner, die gleichen Chancen erhält und ausschließlich aufgrund seiner Fähigkeiten und Leistung eingesetzt wird. Dazu gehört selbstverständlich auch der Schutz der persönlichen Würde und der Privatsphäre jedes Partners.
III) Zusammenarbeit mit Kooperations- und Geschäftspartnern: Die Zusammenarbeit erfolgt immer auf Basis meines persönlichen Bauchgefühles und der Frage, ob die Chemie zwischen den Partnern stimmt. Ich kann dabei allerdings nicht akzeptieren, dass all meine Partner oder ein Dritter hinsichtlich seines Geschlechts, seiner Rasse, Hautfarbe, Herkunft, Glaubensrichtung, Alters, Behinderung, politischen Zugehörigkeit, sexuellen Orientierung oder seines Familienstandes diskriminiert wird.

 

6. Wie sieht Ihr Beitrag zum Klimaschutz konkret aus?

Der Schutz der Umwelt und die Schonung der natürlichen Ressourcen haben für mich hohe Priorität. Durch mein Engagement will ich meine Geschäfte umweltgerechter gestalten. Verantwortung für das Klima zu übernehmen ist Teil meines Umweltmanagements. Dabei sind die höchsten Emissionsquellen der Stromverbrauch und die Fahrten bzw. Reisen. Neben dem absoluten Verbrauch spielt die Art der Stromerzeugung eine entscheidende Rolle. Deshalb setze ich auf Ökostrom eines namhaften und regionalen Anbieters. Ich versuche in drei Bereichen und durch folgende Einzelmaßnahmen Energie einzusparen:

I) Maßnahmen im Büro:
- Einsatz von energiesparenden LED-Leuchtmitteln
- Stand-by – Nein Danke
- Computer, Bildschirm, Drucker, Faxgerät, u. ä. nur einschalten wenn wirklich nötig
- Akkus statt Batterien
- Heizen nach Maß: Der jährliche Energiebedarf hängt sehr stark vom Temperaturverlauf während der Heizperiode ab. Zusätzlich: Bewusstes Senken der empfohlenen, üblichen Raumtemperatur um 2 bis 3 Grad (pro Grad ca. 6% Einsparmöglichkeit)
- Rcyclinganteile erhöhen: Einsatz ausschließlich von Recyclingpapier (zu 100 % aus Altpapier)
- beidseitiges Bedrucken von Papier für interne Zwecke
- Mehrfacheinsatz von gebrauchtem Verpackungsmaterial
- Einsatz von Nachfüllmaterialien für Drucker, Faxgerät und Stifte
- Einkauf von ökologischen Produkten bzw. Fair Trade-Produkten, möglichst regionaler Herkunft.
- Einsatz von Getränken im Büro: ausschließlich zu 100% fair gehandeltem Kaffee oder Tee
- Verkostung von Leitungswasser oder regionalen Mineralwassern und Säften

II) Maßnahmen bei Reisetätigkeiten:
- Bildung von Fahrgemeinschaften zu Treffen oder Anlässen
- Effiziente Zusammenlegung von Fahrten zu Kunden, Kooperationspartnern oder Einkäufen
- innerstädtische Fahrten werden möglichst mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV erledigt
- Vermeidung von Flugreisen und somit Nutzung der Bundesbahn

III) Maßnahmen bei Produktion von Printprodukten:
- Verwendung von Papieren aus nachhaltiger Forstwirtschaft (Recycling-bzw. FSC-zertifiziertes Papier)
- Produktion von Werbemitteln in Druckereien, die möglichst ressourcenschonenden Mittel, wie z. B. Verarbeitung von ökologischen Druckfarben
- Transportminimierung bei der Zuliefererauswahl

 

7. Was bedeutet nachhaltiges Arbeiten aus Ihrer Sicht und welche Maßnahmen sparen Ressourcen auch beim Geschäftspartner?

- dauerhafter Erfolg und nicht der kurzzeitige Gewinn stehen an erster Stelle
- kontinuierliches, gründliches und durchdachtes Arbeiten statt unüberlegter Schnellschüsse
- Ideeanansätze bündeln und Schritt für Schritt ausarbeiten und umsetzten
- langfristiger Einsatz von konsequent durchdachten Konzepten bzw. Werbemaßnahmen
- Vergabe von Aufträgen, nach Möglichkeit an soziale Organisationen oder Institutionen in der Region
- Einsatz von regionalen Dienstleistern als Kooperationspartner

 

8. Warum können Ihre Preise nicht günstiger sein?
Konsequente, lang anhaltende Strategien und Maßnahmen bzw. deren Umsetzung erfordern ein hohes Maß an Wissen, Qualität, handwerklichem Können und langjähriger Erfahrung. Sie haben somit ihren Wert und damit auch ihren Preis. Alle Honorare sind für jeden Geschäftspartner transparent und damit nachvollziehbar. Ich sehe meine Arbeit als Wertschöpfung, die dem Geschäftspartner mehr Nutzen bringt als sie kostet.

 

9. In welchem Verband sind Sie Mitglied und wie bringen Sie sich dort zum Thema Nachhaltigkeit ein?
Ich bin Mitglied im AGD – Allianz Deutscher Designer und die Charta zur Nachhaltigkeit wurde von mir unterzeichnet:

www.agd.de/fileadmin/bildmaterial/MV-Ulm_2010/Bericht_Design_Nachhaltig2009.pdf

 

10. Welche Organisation haben Sie mitbegründet?
Ich bin Mitinitiator der Initiative: www.fairplay-im-business.de

 

11. In welchen Einrichtungen leben Sie Ihren sozialen Auftrag und wo sind Sie zugleich auch Zeitspender?
Ich bin mir meiner Verantwortung für Bildung, Wissenschaft, Kunst, Kultur sowie für soziale Anliegen bewusst. Ich unterstütze daher ausschließlich Menschen und Institutionen, die mir persönlich bekannt sind. Ich leiste keine Spenden an politische Parteien oder deren Vertreter sowie an Organisationen, mit denen möglicherweise Interessenkonflikte auftreten können. Bei Spenden achte ich darauf, dass die Spende transparent ist, d. h. Verwendung und Empfänger klar nachvollziehbar sind.